
Cottbus. Ein rot-weißes Meer vor der Cottbuser Stadthalle. Mehrere tausend Fans feierten am Sonntag den Aufstieg der Energie-Fußballer in die 2. Fußball-Bundesliga mit einem großen Fan-Familienfest.
Eingeladen dazu hatte Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD). Mit dabei waren nicht nur die Spieler der erfolgreichen Mannschaft, sondern auch der gesamte Trainerstab und die Vereinsführung. „Der Aufstieg passt glänzend zu unserer Boomtown Cottbus und zur aktuell dynamischsten Stadt Deutschlands“, rief das Stadtoberhaupt in die tobende Menge. „Ich freue mich auf ein friedlich-freundliches Beisammensein, um vor allem den Fans ein großes Dankeschön zu sagen für die großartige Unterstützung“. so Schick.
Über 6.000 begeisterte Fans waren mit zum letzten Heimspiel mit nach Regensburg gefahren und hatten das dortige Stadion beim knappen 1: 0-Sieg zu einer unüberwindlichen Energie-Festung gemacht.
Tausende Anhänger des bisherigen Drittligisten zogen vor dem Spiel im roten Energie-Trikot oder mit einem Energie-Schal durch die Stadt in eine der Stellen, wo das entscheidende Spiel am Samstag übertragen wurde. „Wir standen einen halben Meter vor dem ersehnten Ziel und haben es geschafft“, sage Energie-Präsident Sebastian Lemke.
Mit dem Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga gelang Energie Cottbus erneut ein Meisterstück in der Cottbuser Fußball-Geschichte. Schon unter Eduard Geyer und Klaus Stabach hatten die Rot-Weißen die Lausitzer Stadt bundesweit bekannt gemacht. Von 2000 bis 20003 sowie von 2006-2009 spielten die Cottbuser sogar 1. Bundesliga. Zwischen 1997 und 2014 gehörten sie zur 2. Bundesliga. 2014 erfolgte der bittere Abstieg in die 3. Liga und 2016 führte der freie Fall bis in die Regionalliga. Da konnte auch das Pokalfinale im Jahr 1997 gegen den VfB Stuttgsart nichts beschönigen.

Hartnäckig kämpften sich die Rot-Weißen unter der Stabführung von Klaus-Dieter Wollitz wieder ins Profi-Fußball-Geschäft. Im Jahr 2024 kehrten sie in die 3. Liga zurück und jetzt gelang in der relativ kurzen Zeit das neue Cottbuser Fußball-Wunder. „Wir freuen uns, dass wir etwas Großes erreichen konnten“, sagte der inzwischen als „Pele“ bekannte Wollitz. Ob er die erfolgreiche Mannschaft auch weiterhin als verantwortlicher Trainer begleiten wird, bleibt abzuwarten. Die Fan-Gemeinde wünscht es sich jedenfalls. Wir wünschen dem FC Energie Cottbus alles Gute und den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. (ay)